PHOTO 2021 08 27 13 17 19 3 7ca90Tag 2:
Nachdem wir gestern die Dehler 30 bei einer angenehmen Brise genauer kennenlernten, ist am heutigen Tag schon deutlich mehr Druck in der Luft. Gemeinsam mit den anderen beiden Schiffen und Kalle Dehler an Bord liefen wir gemeinsam aus dem Hafen aus. Angesichts der Windvorhersage entschieden wir uns, mit dem Großsegel im ersten Reff zu starten. Doch sobald die Mittelmohle passiert war und die ersten Wellen mit einer Größe von über 2 Metern aufs Deck schlugen, war schnell klar, dass es ins zweite Reff geht. Trotz der harten Bedingungen und der ungemütlichen Welle, machte das Boot einen stabilen und zuverlässigen Eindruck. Ein anderes Team setzte noch zusätzlich ein Reff in die Genua, sodass wir hervorragend vergleichen konnten, ob es sich mit oder ohne gereffter Genua besser fährt. Das Fazit lautete: ab ca. 28 Knoten Windgeschwindigkeit lohnt sich auch das Reffen der Genau. Nach einer kurzen, knackigen Einheit ging es zurück in den Hafen, da der Wind stetig zunahm und unsere Erfahrung zusammen mit dem Boot nicht ausreichte, um das Bootshandling sicher vollziehen zu können. Dennoch war es ein lehrreicher Tag, der uns mögliche Grenzen, aber auch Entwicklungspotentiale gezeigt hat. Den Abend ließen wir schließlich entspannt mit den Segelkameraden aus Kiel und Hamburg ausklingen.

PHOTO 2021 08 27 13 17 19 41d2dTag 3:
Neuer Tag, neue Crew! Bei ähnlichen Windbedingungen wie am Vortag, entschlossen wir uns, zusammen mit dem Team vom Norddeutschen Regatta Verein auf einem Boot zu segeln. Bei nördlichem Wind mit 20-25 Knoten Stärke genossen wir einen 'toughen' Segeltag an Bord der Dehler 30. Es war sehr angenehm, bei solch kräftigem Wind ein paar Hände mehr an Bord zu haben. So konnten wir Manöver trainieren und deren Ablaufen koordinierter gestalten. Vor allem das Surfen auf der Welle unter Gennaker hat viel Spaß gemacht. Dabei lässt sich das Schiff, trotz der Segelfläche einer Yacht, wie eine Jolle lenken. In den Spitzen kamen wir sogar auf sportliche 17 knoten Bootsgeschwindigkeit. Es war zwar ein Sonnenschuss mit von der Partie, doch auch dieser lehrte uns, mit solchen Situationen umzugehen. Beim gemeinsamen Burgeressen am Abend ließen wir unsere Erlebnisse Revue passieren und konnten uns über unsere Herausforderungen austauschen.