Liebe Segelfreunde,

Wir haben Bermuda verlassen. Einige bekannte norddeutsche Yachten sind gestern auf Bermuda angekommen. Mittlerweile liegt die Inselgruppe weit achteraus. Am Horizont konnten wir eine riesen Wasserfontäne ausmachen, wahrscheinlich ein Ungeheuer aus dem Bermudadreieck, hat uns aber bis jetzt noch nicht eingeholt. Der Himmel ist blau und wir nähern uns mit beständigen Winden aus südwestlichen Richtungen immer weiter der amerikanischen Ostküste.

Liebe Segelfreunde,

Nachdem wir die Bank am Dienstag von Otto übernommen haben sind wir zügig aufgebrochen. Von der Waterside Marina sind wir den Elisabeth River zum Ausgang der Chesapeak Bay runter gelaufen. Vorbei an den vielen grauen Schiffen der US Flotte.

Bei frischen bis starken Wind aus NE und kühlen Temperaturen segelten wir in die Nacht hinein. In den frühen Morgenstunden kündigte sich der Golfstrom mit einem angenehm warmen Wind an. Begleitet von Blitz und

Ahoi Kameraden,

heute abend - jetzt ist es 19.00 LT - stehen wir ca. 70 sm vor Norfolk (36 25 N, 75 37 W). Es sieht danach aus, dass wir unser Ziel rechtzeitig am Montag erreichen. Aber auch dieser Meilenstein stand lange auf der Kippe wie so vieles auf dieser Reise.

Die letzte Nacht war nicht nur stockduster, sondern auch durch außergewöhnliche Winddreher am berühmt berüchtigten Cape Hatteras geprägt. So haben wir viele Manöver fahren müssen: Vorsegel rauf, Vorsegel

Ahoi Kameraden!

Leider ist die 3. Meldung verschütt gegangen. Deshalb hier eine kleine Zusammenfassung.

Saildrive & Getriebe waren komplett zerstört. Wir haben eine neue Einheit (beide Teile zusammen) gekauft und eingebaut. Dazu mussten wir den Motor versetzen. Nebenbei haben wir das Unterwasserschiff streichen lassen, weil es doch einen ziemlichen Bart angesetzt hatte.

Am Samstag und Sonntag hatten wir Zeit, die 18 Punkte der Mängelliste abzuarbeiten.

Jetzt am Donnerstag

Ahoi Kameraden,

nun hat es uns erwischt, umgehauen, leider. Es knarzte wie im Auto beim Gangwechsel ohne Kupplung, als das Getriebe im Ankermanöver vor Cumberland Island seinen Geist aufgab. Alle Versuche, es wieder zum Leben zu erwecken, scheiterten kläglich. Auch gutes Zureden, Beschwörungen und Ölwechsel halfen nicht.

Und so liegen wir hier vor St. John´s boat company, einer Werft, die uns morgen slippen will. Hoffentlich klappt es, denn es geht nur bei Hochwasser um