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  Die Crew der „Bank von Bremen“ hat es geschafft – die Ziellinie vor Grenada ist erreicht! Und das in einer hervorragenden Zeit! 15 Tage, 22 Stunden und 15 Minuten hat die Crew gebraucht um die Strecke über den Atlantik zu bewältigen. 3.261 Seemeilen liegen im Kielwasser. Die wohl schnellste Passage eines SKWB-Bootes auf dieser Strecke.

 

 

Nach den aktuellen Zwischenständen ist die Bank damit von den bisher angekommenen Teilnehmern den kürzesten Weg gesegelt und liegt in der Gruppe ORC 1 berechnet 18 Sekunden (!) vor dem Maxi CQS auf einem hervorragenden zweiten Platz. Dabei wurde es am Ende noch einmal richtig zäh. War die Überfahrt (erwartungsgemäß) geprägt von achterlichen Winden, lag das Ziel, nach der südlichen Rundung Grenadas, am Ende einer lupenreinen Kreuz in der Abdeckung der Insel. Der Tracker zeigt im obigen Ausschnitt, wie mühsam die letzten Meter für die Crew gewesen sein müssen, zeitweise lag der Boatspeed unter einem Knoten. Doch am Willen scheint es nicht gefehlt zu haben. Noch am gestrigen Sonntagabend meldete sich Alexander Beilken von Bord. In jedem seiner Worte war die Euphorie des Endspurts greifbar:

"Wir sind auf den letzten 130 Seemeilen und geben noch einmal alles. Aktuell: 15 - 20 Knoten Wind und praller Sonnenschein. In den nächsten Stunden werden wir mit abnehmenden Winden und der Windabdeckung Grenadas klarkommen müssen.

Dass jetzt nur noch so wenige Meilen vor uns liegen, haben wir auch den Geschwindigkeitsrekorden der letzten Tage zu verdanken. Als Topspeed standen 17,5 Knoten auf der Logge und das beste Etmal lag bei 276 nautischen Meilen.

Damit enden dann bald auch die kleinen internen ‚Wettkämpfe’ an Bord. Gestern gab jeder seine vermutete Zeit des ETA’s ab und das Duell der Steuerleute um die wenigsten Segelfehler endet bald - der Verlierer gibt dann eine Runde aus.

Auch unsere Lebensmittelvorräte gehen zur Neige und wir freuen uns bereits auf die Vorteile des Festlands: Eine Süßwasserdusche, einen leckeren Kaffee, frisch zubereitetes Essen in Kombination mit einem kalten Getränk sowie Kontakt zu Freunden und Familie.
In einem ist sich die Crew einig: Auch wenn wir uns jetzt auf einiges freuen, so richtig vermisst haben wir, außer unseren Lieben, nicht viel."

Während in Deutschland also die ersten schneereichen Tage die Vorweihnachtszeit begleiten, liegt die „Bank von Bremen“ unter karibischer Sonne wieder in einem sicheren Hafen.

Noch ist ein großer Teil des Feldes unterwegs. Wo genau die „Bank von Bremen“ im finalen Ranking landet, steht also noch nicht fest. Aber schon jetzt ist sicher – das war eine hervorragende seglerische und seemännische Leistung von Crew und Boot. Acht Monate der intensiven Vorbereitungen, der akribischen Arbeit mit Wetterdaten und die offensichtlich richtige Zusammenstellung der Crew, die es geschafft hat die ganze Distanz über am Limit zu segeln, haben sich ausgezahlt.

Well done!