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Elf Tage unterwegs und ein Rekord folgt auf den nächsten. Die „Bank von Bremen“ prescht nur so über den Atlantik und liegt aktuell in der Gruppe ORC Overall auf einem hervorragenden dritten Platz. Aber alles der Reihe nach.

 

Der erste Advent war für die an Land zurückgebliebenen wohl wieder einmal der traditionelle Auftakt in die besinnlichste Zeit des Jahres. Für die Crew an Bord der „Bank von Bremen“ wohl kaum. Etwa eine Woche nach dem Start war der Adventsbeginn geprägt von “Fuck-Ups” und "jede Menge Arbeit" – so die Meldungen von Bord. Aber, und das zeigt, dass sich der Aufwand lohnt, am letzten Wochenende gab es das bis dato beste Etmal mit 260 Seemeilen. 

Von Bord klingt das wie folgt: „Es begann am Nachmittag damit, dass wir Alex am Fall über die Gennakerschot Richtung Gennaker abseilten, um die gelöste Luvschot wieder zu anzubringen. Um kurz nach 23 Uhr Bordzeit des 1. Advents kam dann der Gennaker runter - das Fall war dieses Mal richtig gerissen. Dank eines sehr gelungenen „All Hands - Manöver“ konnten wir den neuen A4-Gennaker, der zu der Zeit an dem Fall befestigt war, innerhalb von wenigen Minuten aus dem Wasser ziehen. Völlig nass aber glücklicherweise ohne jeglichen Schaden. Kurz darauf zogen wir den A5/6 Gennaker am 7/8 Fall hoch, um die Nacht zu überbrücken und den Vorsprung auf die „Haspa“ und „Broader View“ zu halten. 
Am Montagmorgen zogen wir dann Alex in das Mast-Top, um mithilfe einer Sorgeleine und eines Gewichts ein neues Fall einzuziehen. Nach dem Motto „Morgenstund hat Gold im Mund” segelten wir, um 10 Uhr wieder unter neuem A4. Seitdem fahren wir nur selten unter zehn Knoten und heizen die atlantischen Wellen herunter. Und die am häufigsten gesprochenen Worte dabei sind ‚fieren!’ und ‚trimm!’“

Doch damit nicht genug. Pünktlich zum Nikolaustag beschenkte sich die Crew der „Bank von Bremen“ selbst. Und zwar mit einem weiteren Rekord. 274 Seemeilen in 24 Stunden. Die Crew pusht und reizt das Boot komplett aus. Der Rekord vom vergangenen Wochenende war schon wieder Geschichte.

Am Abend des 6. Dezember lag die „Bank von Bremen“ weiter gut im Feld. Die raumen Winde schieben das Boot voran und der Speed liegt weiter nicht selten im zweitstelligen Bereich. Doch noch gibt es viel zu tun. Nach derzeitigen Berechnungen hat die „Bank von Bremen“ noch ziemlich genau eine Arbeitswoche vor sich. ETA: 12. Dezember 2017.