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Die Crew berichtet vom schwachwindigen, aber gelungenen Start in das Rennen und den ersten Tagen auf See. Der Racetracker offenbart dabei die schwierigen taktischen Bedingungen, denen sich die Crews stellen müssen.

Von Bord der Bank von Bremen berichtet die Crew, dass der Start alles andere als einfach gewesen sei. Erst nach einigen Stunden setzte ein nennenswerter Wind ein. Bei den unsteten Bedingungen gelang es der Crew zeitweise sogar, den teilnehmenden Volvo 70 zu überholen – ein wohl einmaliges Erlebnis in der Geschichte der Bank von Bremen. Während der ersten Nacht bereitete das Bergen des A4 unerwartet Probleme, da der Mantel des Falls gerissen war und sich das Fall so nicht ohne weiteres fieren ließ. Der Segelwechsel gelang am Ende aber schadlos und auch das Fall konnte bei Tageslicht wieder repariert werden. Das Leben an Bord findet langsam seinen Rhythmus und die Crew ist wohlauf.

Am dritten Tag der AAR haben alle Teilnehmer die Kanaren deutlich hinter sich gelassen. Ein Großteil des Feldes scheint sich taktisch zunächst für die goldene Mitte entschieden zu haben. Während der Volvo 70 mit Kurs 317° direkt auf den Kern des Tiefdruckgebietes zusegelt und sich im Süden zwei Ausreißer durch die Konvergenzzone kämpfen, segeln die rund 20 verbleibenden Teilnehmer am Wind in Richtung Westen.

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Eine mögliche taktische Variante ist dabei, mit dem vorhergesagten Dreher von Südwest auf West zu wenden, um anschließend den Weg durch die Konvergenzzone in den Passat zu suchen. Während die Bank von Bremen und die Broader View Hamburg nur wenige Meilen voneinander entfernt einen identischen Kurs segeln, liegt die Haspa Hamburg deutlich nördlicher. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, welche der 23 Crews sich für den vorerst richtigen Weg entschieden hat. Jens Kellinghusens Varuna VI befindet sich seit dem heutigen Morgen auf dem Rückweg. Die Ursache für den Rennabbruch ist noch unbekannt.