MAIOR 2017

Die Segelkameradschaft "Das Wappen von Bremen" e.V. (SKWB) ist am vergangenen Wochenende mit mehr als 10 Vereinsmitglieder auf zwei verschiedenen Regatten in die Saison 2017 gestartet. Während das SKWB-Segel-Bundesliga ihr erstes Event auf dem Chiemsee solide absolvierte, gingen in Kiel bei der MaiOR die J/70 Segler erfolgreich an den Start.

Vom 28.-30. April haben sich die besten Segler Deutschlands in Bayern erstmals in 2017 auf dem Wasser gemessen. Das SKWB-Bundesliga-Team ging mit Steuermann Björn Beilken, Taktiker Thomas Dehler und den Trimmern Daniel Labhart und Rasmus Nielsen an den Start. Der erste Tag begann mit Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneefall, aber mit ausreichendem Wind sehr erfolgreich für das Team der SKWB. Mit einem Start-Ziel Sieg gelang ein Start nach Maß. Ausgezahlt hatte sich dabei das gemeinsame Training mit dem Deutschen Touring Yacht Club (DTYC) am Vortag, das aus der jüngst geschlossenen Kooperation der beiden Vereine resultierte. In den folgenden Rennen des ersten Tages wurde jedoch deutlich, wie eng das Leistungsniveau in der ersten Segel-Bundesliga ist und es folgten ein 3., zwei 4. und ein 6. Platz.

Am zweiten, deutlich sonnigeren Tag ließ der Wind zunächst auf sich warten. Als die Wettfahrten dann losgingen, lief es für die SKWB durchschnittlich und das Team musste sich mit drei 4. Plätzen abfinden. Der dritte Tag brachte letztendlich die besten Bedingungen mit Sonnenschein und 5-10 Knoten Wind. Zunächst startete das Team mit einem weiteren 4. Platz in den Tag, doch es folgten auch Rennen mit den Plätzen 3 und 1. Leider unterlief dem Team im nächsten Rennen einer der wenigen taktischen Fehler und es fiel auf dem letzten Downwind durch ein Fotofinish vom zweiten auf den vierten Platz zurück.

Nach zwei weiteren nicht ganz idealen Rennen endete der erste Spieltag für die SKWB auf dem 13. Platz in der Gesamtwertung. Dies ist punktgleich mit dem 14. aber auch nur einen Punkt hinter dem 11. Platz.


Nach dem Spieltag stellte Steuermann Björn Beilken fest: „Es wäre mehr als Platz 13 möglich gewesen, wir konnten sehr gut mithalten und phasenweise fehlerloses Segeln zeigen. Eine falsche Entscheidung kann dieses Jahr über mehrere Plätze im Gesamtklassement entscheiden, was den Druck steigen lässt, aber auch für einen sehr hohen Spaßfaktor sorgt.“

Auch wenn es in Kiel-Schilksee bei der MaiOR vom 29. April bis 1. Mai zwar nicht mehr schneite, war es auch dort noch unangenehm kalt und windstill. Insgesamt gingen 21 J/70 Boote an den Start darunter zwei Boote mit SKWB-Beteiligung: Gordon Nickel (SKWB-Segelbundesliga-Team) ging mit Nils Merten Färber, Nils Fiege und Nick Schlomka und seiner ‚Just in time’ an den Start. Jork Homeyer, Tobias Teichmann, Alexander Beilken und Christoph Peper (alle SKWB-Segelbundesliga-Team) steuerten die ‚Diva’ der SKWB über den Regatta-Parcours.

Am Samstag war der erste Start um elf Uhr geplant, allerdings verschob sich dieser aufgrund der Wetterverhältnisse um 2 Stunden, die die Segler bei strömendem Regen und Flaute auf dem Wasser verbrachten. Gut durchgefroren konnten dann bei solider Thermik, Sonnenschein und durchweg 20 Knoten (5-6 Bft.) Wind am Samstag noch drei Wettfahrten bei traumhaftem Wetter gesegelt werden.

Gordon Nickel startete mit einem sehr guten zweiten Platz, auf den Platzierungen 7. und 6. folgten. Am Sonntag war es zwar nicht wesentlich wärmer doch bei gut 25 Knoten (6 Bft.) und Sonne wurde den Seglern schnell warm. Das Team um Gordon Nickel hatte etwas Pech als der Schäkel von der Schot an der Fock riss, doch das Problem wurde gefixt und die Crew segelte sich auf den vierten Platz. Das Team um Jork Homeyer konnte am ersten Tag einen siebten, neunten und achte Platz erzielen. Mit zunehmenden Wind, was eine Stärke dieser Crew ist, verbesserten sich auch die Wettfahrt-Ergebnisse von Plätzen acht, zehn, vier auf zwei. Der Wind nahm über die Serie zu und am Montag Morgen wurden schon über 35 Knoten (8 Bft.) gemessen, so dass die Siegerehrung schon auf Montag 10 Uhr vorgezogen und die MaiOR damit nach zwei Segeltagen beendet wurde.

Gratulation an Gordon Nickel zum zweiten Platz und Jork Homeyer zum siebten Platz.